Donnerstag, 6. September 2012

Burnout Prävention: Nach dem Urlaub ist vor dem Burn-out

Gerade aus dem Urlaub zurück und schon wieder völlig am Ende? -
Warum viele sich in den Ferien nicht erholen können
Keine Spur! Denn viele nehmen Smartphone und Laptop mit in den Urlaub. Ist der dann vorbei, drohen Depressionen und Erschöpfung. Denn das Hamsterrad dreht sich immer weiter. Doch es gibt frühe Warnsignale. von Sabine Meinert

Eigentlich sollten die Ferien-Rückkehrer an deutschen Arbeitsplätzen entspannt und erholt sein. Doch es gibt viele, die in der arbeitsfreien Zeit erst richtig spürten, wie ausgebrannt und erschöpft sie sind. Denn immer mehr Arbeitnehmer nehmen Handy und Laptop mit in den Urlaub, sind ständig erreichbar oder können einfach nicht abschalten. Die Grenzen zwischen Freizeit und Job verschwimmen immer stärker. Depressionen, Burn-out und Erschöpfungszustände können die Folge sein, warnt deshalb die European Coaching Association (ECA). Die Unternehmen kämpfen dann mit Arbeitsausfall. Schlimmstenfalls büßt das Unternehmen einen Mitarbeiter ein und der Arbeitnehmer seinen Job.

Die urlaubsbedingte Auszeit bringt es bei vielen an den Tag: "Gerade in einer Phase der Entspannung wird vielen Menschen ihre starke Erschöpfung, ihr Energieverlust und ihre Daueranspannung erst so richtig bewusst. Man empfindet das dann als 'Burn-out', als Gefühl des Ausgebranntseins ohne Perspektive", sagt Bernhard Juchniewicz, Präsident der ECA und Management-Coach mit jahrelanger Praxiserfahrung.
Doch wieso zeigt sich dies so stark nach dem Urlaub? - Der Experte hat zwei Gruppen von Betroffenen ausgemacht. Einerseits die Leistungsfanatiker, die auch im Urlaub immer mit Höchstleistungen auftrumpfen müssen - Bergtour, Dschungel-Expedition, Wüsten-Durchquerung etc. "Sie überschätzen im Urlaub wie im Berufsleben ihre Kräfte und steuern nach der ungewohnten Anstrengung, von der sie dachten, dass sie die auch noch leicht meistern, direkt in den Burn-out", sagt Juchniewicz.

Aber auch diejenigen, die im Urlaub gezielt nach Entspannung und Verlangsamung suchen, sind nicht gefeit. Manche erkennen in den Ferien noch deutlicher, dass der Job nicht ihren Neigungen und Begabungen entspricht, dass die Belastungsgrenze längst erreicht ist. Dennoch erscheint ihnen der Ausstieg aus dem Hamsterrad unmöglich. "Dann kommt zum hohen Stressfaktor im Job noch die Furcht vor der unausweichlichen Veränderung hinzu. Das Gefühl der Ausweglosigkeit kann zu Panik gleich am ersten Arbeitstag führen", weiß Juchniewicz.

Ein heißer Herbst droht
Viele kehren also alles andere als erholt aus den Ferien zurück, bei anderen kulminiert der Stress gleich in den ersten Tagen. Spätestens in den ersten Herbsttagen, wo bei vielen auch noch der Jahresendspurt beginnt, drohen nach Meinung vieler Experten ernstzunehmende Erschöpfungszustände. Zu erkennen häufig an dem Widerwillen, mit dem Betroffene zur Arbeit gehen, aber auch an Schwierigkeiten mit den Kollegen oder Freunden. Wer sich fühlt, als müsse er ständig Dinge tun, die er überhaupt nicht tun will, ist ebenfalls nahe dran. Coaches und andere Fachleute benennen auch gestörte familiäre Beziehungen, Gefühle von Erschöpfung, Leere und Kraftlosigkeit als Symptome, die nicht selten in einer Depression münden. Und für den Arbeitgeber im Ausfall eines qualifizierten Mitarbeiters.

Bernhard Juchniewicz hat deshalb eine klare Ansage für Gefährdete: "Man kann nicht gleichzeitig abschalten und auf Empfang sein. Beschränken Sie deshalb Ihre Erreichbarkeit im Urlaub auf einen oder mehrere vorher festgelegte Zeiträume und auf einen bestimmten Anlass, zu dem man Sie kontaktieren darf. Denn: Nur die Feuerwehr und die Polizei haben wirklich Rufbereitschaft."

Kein Rund-um-die-Uhr-Kontakt zum Büro
Wer sich ausgebrannt fühlt, muss lernen, wie er sich regelmäßig Entspannungsphasen schafft, wie man sie einteilt und vor allem, dass der Rund-um-die-Uhr-Kontakt zum Büro alles andere als hilfreich ist. Bernhard Juchniewicz weiß aus seiner Praxis, dass die Betroffenen häufig den Kontakt zu sich selbst und zu ihren eigenen Bedürfnissen verloren haben. Er behandelt beginnende Workaholics und Burn-out-Betroffene deshalb lieber präventiv. Dabei versucht er, die ungesunde und Lebens-Energie zerstörende Arbeits- und Lebenssituation zu verändern.

Für den Urlaubs-Fall rät er: "Schon vor dem Urlaub vertrauensvolle Kollegen in die Planung einbeziehen, eventuell vorarbeiten, einen Plan für die Rückkehr machen. Und vor allem, wenn möglich, sich ein bis zwei Tage nach dem Urlaub Zeit zum Wiederankommen lassen."

Der Coach arbeitet auch gern mit Gefährdeten anhand eines Polaritätsschemas. In diesem Schema sollen die Betroffenen über einen Zeitraum von einem Monat notieren, wie viel Zeit sie aufwenden für die Arbeit, für Partnerschaft und Familie, für Freizeit und Hobbys und für Schlaf und Regeneration. Gibt es in einem der drei letztgenannten Bereiche ein Manko, sei dies ein ernst zu nehmendes Warnsignal.

Sein Leben ändern
Was aber, wenn man schon ein paar Tage aus dem Urlaub zurück ist und das Gefühl hat, mangels Erholung auf einen Zusammenbruch oder Burn-out zuzusteuern? Der Fachmann: "Ein Zusammenbruch kündigt sich in der Regel ganz gesund an. Mit Gedanken wie 'Ich kann nicht mehr.' Oder: 'Ich will so nicht mehr arbeiten oder leben.' Wenn man diesen Punkt einfach ignoriert, dann sind heftigere Reaktionen, sinnesspezifische, psychosoziale und psychosomatische Symptome die Folge - also Erschöpfung, Depression, körperliche Beschwerden bis hin zur Arbeitsunfähigkeit."

Dies alles sei ein Hinweis darauf, dass der Betroffene sein Arbeits- und Privatleben ändern müsse. Doch genau da liegt für viele der Hase im Pfeffer: Nur wer seine defizitäre Lebensweise erkannt hat, kann und wird etwas dagegen tun. Sinnvoll, so die Experten von ECA, ist deshalb, sich einen kompetenten Gesprächspartner zu suchen, mit dem man an einem gesunden Selbstbild und einer Handlungsstrategie entsprechend der eigenen Bedürfnisse arbeiten kann.
Denn: "Manche Menschen wissen gar nicht mehr, wann das Unglück für sie begonnen hat, da sie sich schon immer für andere Menschen 'eingesetzt oder überschlagen' und ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigt haben", sagt Juchniewicz.

Um den Burn-out zu vermeiden gelte es, nicht in eine Wiederholungsspirale zu kommen und die von der Natur geschenkte Ressource Gesundheit zu erhalten. Ein paar Urlaubstage könnten da schon helfen. Wenn man denn abschalten kann.



Link: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND
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Deutsch: Buch link:
 "Don't Panic: Du bist nicht allein"
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Burnout-Prävention mit Promi-Faktor.. "YOBOX" !!

By PR-Gateway Last updated: 5th September 2012

YOBOX, das neue und exklusive
Burnout-Präventions-Programm 

mit prominenter Unterstützung.

YOBOX – eine Kombination aus Yoga, Boxen und Mental-Coaching. Highlight: Boxtrainer sind die Weltmeister Ramona Kühne und Florian Pavic. Leiterin des Institut für Vitalität und Prävention (IVP) Astrid Preuss, sowie ihre prominenten Unterstützer erzählen, was sie an YOBOX schätzen und was es so einzigartig und effektiv macht.

Burnout-Prävention mit Promi-Faktor!

Promi? Burnout? Passt das denn zusammen? Passt!

Burnout und Depressionen, diese Worte sind in aller Munde. Man kann es schon kaum noch hören und findet es irgendwie nervig und ermüdend. Müde – das ist das Stichwort. Wann habe ich eigentlich ein Burnout? Wann bekomme ich eins und viel wichtiger – was kann ich tun, um mich zu schützen?
YOBOX ist die Antwort auf diese Fragen! YOBOX, das neue und exklusive Burnout-Präventions-Programm mit den Boxweltmeistern Ramona Kühne und Florian Pavic. Eine Kombination aus Yoga, Boxen und Mental-Coaching ist hier der Schlüssel zum Erfolg und genau dieses Zusammenspiel macht die Programmreihe vom Institut für Vitalität und Prävention (IVP) einzigartig und spannend.

Das absolute Highlight: die prominenten Boxtrainer – Ramona Kühne (Boxweltmeisterin im Superfedergewicht in drei Verbänden) und Florian Pavic (Kickboxweltmeister im Schwergewicht) freuen sich darauf, die Teilnehmer schwitzen zu lassen. “Unsere weltmeisterliche Unterstützung ist die Krönung und unser großartiges Alleinstellungsmerkmal”, so Astrid Preuss, Leiterin des IVP, die sich über weitere prominente Unterstützung freuen kann – denn vor wenigen Tagen wurde eine Kooperation mit dem SES-Boxstall aus Magdeburg geschlossen, einer der führenden Boxställe in ganz Europa mit Weltklassekämpfern wie Robert Stieglitz, Jan Zaveck, Lukas Konecny, der am 6. Oktober um die die WBO-Weltmeisterschaft boxen wird, Christina Hammer, Francesco Pianeta und viele mehr. Die Magdeburger Boxpromotion um Ulf Steinforth war und ist innovativen Ideen immer aufgeschlossen gegenüber.

“Die spannende Yoga-und-Boxen-Kombination und die Herausforderung, durch Boxtraining Deine inneren Grenzen zu überwinden und Schlagkraft und Schlagfertigkeit für den Alltag zu erlernen, das hat mich an YOBOX total begeistert!” so Ramona Kühne, ebenfalls einer der SES-Stars. Florian Pavic: “YOBOX vereint für mich die perfekten Bausteine für eine gute Work-Life-Balance: innerlich ruhig und dennoch kraftvoll zu sein!” Astrid Preuss, selber Yoga-Lehrerin und Mental-Coach mit Schwerpunkt Burnout-Prävention, freut sich auf die Seminare.
 “Starten werden wir mit den viertägigen Seminaren auf Rügen, dann kommen wir auch nach Berlin und in weitere Großstädte Deutschlands. Ich freue mich sehr auf die Teilnehmer und die spannenden Reisen ins Innere – jeder für sich, jeder soweit er möchte.”
Zielgruppen sind Unternehmer, Selbstständige, Führungskräfte, Mitarbeiter, Yoga-/Boxfans und alle, die auf sich achten möchten. Diskretion wird groß geschrieben.

Die Einheiten finden über den Tag verteilt statt. Am Abend gibt es eine Talkrunde mit spannenden Referenten oder Prominenten rund um das Thema Burnout und Depressionen. Alternativ ist bei Bedarf am Abend auch Zeit für Einzelcoaching und akute Problemanalyse mit unseren Betreuern.

Weitere Informationen sowie Termine für die Programme finden Sie hier: www.ifvp-berlin.de
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Das Institut für Vitalität und Prävention steht für präventive Maßnahmen im Kampf gegen Burnout und Depressionen.

Kontakt:
Institut für Vitalität und Prävention
Svenja Dierk
Droysenstraße 6
10629 Berlin
017623554973
s.dierk@ifvp-berlin.de
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Dienstag, 4. September 2012

"DEPRESSION" : BZ-Interview...... Warum leiden Frauen häufig an Depressionen?

Doppelt so viele Frauen wie Männer erkranken an einer Depression. 

Die Psychologin und Buchautorin Ursula Nuber vertritt die Auffassung, 
dass es sich dabei um eine Stress- und Beziehungsstörung handelt. 

Wenn alles zu viel wird, scheint kein Ausweg in Sicht. Foto: privat/dpa 
Doppelt so viele Frauen wie Männer erkranken an einer Depression. Nach Ansicht der Psychologin Ursula Nuber, die ein Buch über die weibliche Depression geschrieben hat, handelt es sich dabei um eine Stress- und Beziehungsstörung. Mit ihr sprach Martina Philipp.BZ
Frau Nuber, Studien zufolge erkranken doppelt so viele Frauen wie Männer an Depressionen.
Kann man sich da so sicher sein?
Holen sich Männer nicht seltener Hilfe oder entwickeln eine Sucht und tauchen deswegen nicht in der Depres sionsstatistik auf?


Nuber: Das ist sicher ein Einwand, den man nicht von der Hand weisen kann. Dass Frauen eher bereit sind, über ihre psychischen Probleme zu reden als Männer, ist bekannt. Männer gehen eher zum Arzt, wenn sie körperliche Probleme haben. Ich glaube aber, dass sich selbst bei genaueren Daten nichts daran ändern dürfte, dass Frauen häufiger depressiv werden.

BZ: Sie sagen, dass Frauen speziellen Stressfaktoren ausgesetzt sind, die bei Männern kaum oder gar nicht vorkommen. Welche sind das?

Nuber: Allen voran steht das allseits bekannte Doppel-und-Dreifach-Phänomen. Frauen sind verantwortlich für Beruf, Haushalt und Kinder. Sie übernehmen häufig die Beziehungsarbeit, kümmern sich um Familienangehörige und spüren, wenn es in der Kantine einer Kollegin nicht gut geht, während der Kollege vielleicht von seiner Fahrradtour erzählt.
Die sozialen Antennen von Frauen sind sehr lang. 
Sie sehen die Probleme anderer und glauben, sich darum kümmern zu müssen. Ein anderer Faktor ist die Mutterschaft. Sie wird zunehmend zum Stressfaktor, weil Frauen heute oft denken, sie müssten eine Supermama sein und sich dann als Rabenmama fühlen, wenn sie sich zwischen Job und Familie aufreiben. Der Perfektionszwang übt einen unendlichen Druck aus.

BZ: Ihre zweite These lautet, dass sich die weibliche Depression auf Beziehungsproblemen gründet. Da dazu immer zwei gehören, müssten dann auch Männer depressiv werden.

Nuber: Nicht in diesem Punkt, da sind Männer geschützter, weil sie nicht so beziehungsorientiert sind. Funktionierende Beziehungen sind für Frauen unendlich wichtig, sie brauchen das Gefühl des Sich-eingebunden-Fühlens. Man kann schon im Kindergarten beobachten, dass Mädchen gruppenorientierter sind, während Jungen eher in den Wettbewerb gehen und unabhängig sein wollen. 
Männer sind auch deswegen geschützter, weil wir Frauen ihnen Beziehungen anbieten, in denen sie sich aufgehoben fühlen. Umgekehrt erleben Frauen das oft nicht. Sie fühlen sich alleingelassen und verhungern emotional in der Beziehung.

BZ: Können oder wollen Männer nicht so viel Verständnis und Empathie zeigen?

Nuber: Sie können es nicht so gut. 
Das ist keine Schuldzuweisung, es gibt einfach deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Gestresste Frauen neigen dann dazu, sich selbst die Schuld zu geben und fragen sich: 
Was mache ich denn falsch, dass ich nicht von ihm das bekomme, was ich brauche? 
Aus Angst, dass sich die Beziehung weiter verschlechtern könnte, stecken Frauen oft zurück und sagen nicht, wenn sie verletzt oder wütend sind. Damit machen sie ihre Situation noch schlimmer, weil die Wut bei ihnen bleibt. 
Die Depression ist auch eine Aggressionskrankheit.
Es geht um eine Aggression, die nicht gezeigt wird.


BZ: Wie sind die Schuldgefühle von Frauen zu erklären? Wieso beziehen Frauen Beziehungsprobleme auf sich?

Nuber: Weil sie sich verantwortlich für die Beziehung fühlen. Und weil ihr Selbstwertgefühl davon abhängt, ob sie gute Beziehungen knüpfen und aufrechterhalten können. Gelingt ihnen das nicht, empfinden sie das als Verlust und vor allem als eigenes Versagen – ihr Selbstwertgefühl wird dadurch beschädigt.

BZ: Früher wurde in Beziehungen viel weniger geredet und sich ausgetauscht als heute. Trotzdem scheinen sie immer schwieriger zu werden.

Nuber: Das ist so. Tatsächlich waren Beziehungen früher weniger emotional, aber man hatte eben auch viel weniger erwartet, in einer Beziehung glücklich zu werden. Frauen waren früher außerdem anders eingebunden. Sie lebten oft in einem familiären Umfeld, in dem es Quellen der Anerkennung und der Stütze gab. Wenn ich heute dagegen die jungen Frauen mit kleinen Kindern ansehe, bei denen die Eltern ganz woanders leben: Diese Frauen sind oft fürchterlich allein. Da bleibt oft gar nichts anderes übrig, als die Konzentration auf den Partner.

BZ: Sie zitieren in Ihrem Buch die Psychoanalytikerin Eva Jaeggie, die gesagt hat: "Frauen machen sich in der Regel mehr Gedanken um einen Mann als über sich selbst." Ist das wirklich so?

Nuber: Das ist so zu beobachten. Eine Frau fragt oft: 
Wie kann ich dir nützlich sein? 
Sie fragt nicht: Was nützt mir? 
Wenn man das anspricht, dann kommt oft ein Einwand: Ja, ich will ja nicht egoistisch sein. Egoismus setzen viele Frauen gleich mit etwas ganz Schreckliches. 
Genau das ist das Defizit: Sie wollen eine Beziehung, aber sie verlieren die Beziehung zu sich selbst.

BZ: Auch Männern fehlt in Beziehungen oft etwas. Wie macht sich das bei ihnen bemerkbar? Werden sie bei massiven Problemen nicht depressiv?

Nuber: Männer werden aus anderen Gründen depressiv als Frauen. Bei Männern geht es oft um Leistungsversagen. In einer Beziehung fühlen sie sich häufig im Stich gelassen, wenn sie zu wenig Mütterlichkeit bekommen. Dann fühlt sich ein Mann gekränkt und geht in den Rückzug. Dann arbeitet er plötzlich viel und kommt spät nach Hause. Oder ist stundenlang mit dem Rad unterwegs.

"Die sozialen Antennen von Frauen sind sehr lang."

BZ: Sprich: Männer grenzen sich ab.

Nuber: Genau, sie tun etwas für sich. Frauen macht das dann sehr nervös, und sie wollen wissen: 
"Was ist los mit dir? 
Woran denkst du gerade?". 
Sie sind bedürftig nach einem Beziehungssignal.

BZ: Fühlen sich Männer von der emotionalen Bedürftigkeit von Frauen bedroht?

Nuber: Ja, die meisten Männer tun das. 
Das hat möglicherweise mit ihrer Beziehung zur eigenen Mutter zu tun. 
Wenn diese unzufrieden und klagend war, weil sie von ihrem Mann nicht das bekommen hat, was sie wollte, hat der Sohn möglicherweise ein negatives Frauenbild entwickelt. 
Viele Söhne waren oder sind so etwas wie ein Partnerersatz, und können sich dem nur erwehren, in dem sie sich abgrenzen. Oder aber die Männer sind mit einer Mutter aufgewachsen, die gesagt hat: 
Jungs müssen früh selbstständig werden, denen darf man nicht zu viel Liebe geben. 
Damit haben sie dem Sohn klargemacht: Gefühle sind unmännlich. Der Mann hat dann später Probleme mit einer Partnerin, die Gefühle zeigt und einfordert.

"Männer werden aus anderen Gründen depressiv."

BZ: Oft gibt’s aber doch schlicht Missverständnisse. Sie will nur in den Arm genommen werden, er denkt, er muss ihr Problem lösen.

Nuber: Richtig. 
Viele Männer wissen nicht, dass sie gar keine Lösungen anbieten müssen. 
Es reicht meist völlig, wenn sie sich mit der Frau hinsetzen und fragen: Erzähl mal, was war los?

BZ: Es wird viel über die Unterschiede von Frauen und Männern geredet. Für manche Menschen ist das zu viel.

Nuber: Ich denke, es ist sehr wichtig, die Unterschiede zu kennen. Gerade wenn es um Beziehungsstörungen geht. Es ist wichtig für beide Seiten, Verständnis und Akzeptanz zu lernen.

BZ: Was hilft, wenn eine Frau tatsächlich aufgrund einer Stress- und Beziehungsstörung depressiv ist?

Nuber: Wenn sie noch nicht schwer erkrankt ist, kann sie lernen, anzuerkennen, dass ihr Bedürfnis nach Beziehung keine Schwäche ist und nichts, wofür sie sich schämen muss. 
Sie kann lernen, ihre Bedürfnisse zu artikulieren und ihre Gefühle zu zeigen, auch Wut und Ärger. Das Andere ist, dass eine Frau realisiert, dass sie nicht alles aus der Beziehung ziehen muss. Sie kann sich fragen: Gehe ich mit einem Thema vielleicht besser zu meiner Freundin? Wenn sich aber eine Depression verfestigt hat, dann sollte sie sich professionelle Hilfe gönnen. Gerade depressive Frauen gönnen sich so wenig.

BZ: Stichwort Doppelbelastung: Da ändern sich ja derzeit durchaus die Rahmenbedingungen, aber es könnte schneller gehen, oder?

Nuber: Klar, wenn man sieht, wie das ineinander geht: der Stress, die mangelnde Wertschätzung, das Sich-allein-Fühlen. Auf gesellschaftliche Entwicklungen hat die einzelne Frau aber wenig Einfluss und fühlt sich schnell hilflos. Ich denke deswegen, dass die Frauen erstmal selbst was tun können. Sie können sich klarmachen, dass sie nicht perfekt sein müssen und dass nicht alles machbar ist.

BZ: Worum geht es im Großen und Ganzen? Bei sich zu bleiben?

Nuber: Ja, darum geht’s immer wieder. 
Es geht darum, rechtzeitig zu spüren, dass es zu viel wird. 
Viele Frauen suchen sich erst dann Hilfe, wenn sie wirklich nicht mehr können. 
Frühzeitig sich einzugestehen "so geht es nicht mehr weiter", ist ein wichtiger Schritt. Dazu gehört auch, den Partner mehr in die Pflicht zu nehmen und zu sagen: Jetzt kümmerst du dich mal um das Kind, ich geh zu einer Freundin. Es ist wichtig, sich Auszeiten zu gönnen.

BUCH TIPP:
– Ursula Nuber: Wer bin ich ohne dich? 
Warum Frauen depressiv werden – und wie sie zu sich selbst finden. 
Campus-Verlag, 253 Seiten, 19,99 Euro.

ZUR PERSON: URSULA NUBER
Die Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin mit eigener Praxis ist stellvertretende Chefredakteurin des Magazins Psychologie Heute und hat mehrere Sachbücher geschrieben. Ursula Nuber, 58, ist verheiratet und lebt nördlich von Heidelberg.


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STRESS & BURNOUT PRÄVENTION : DRUCK ABLASSEN


Der Gesundheit zuliebe

Wer ständig unter Volldampf steht, ist anfällig für Bluthochdruck.
Wer ständig unter Volldampf steht, ist anfällig für Bluthochdruck.
Auch Nierenversagen, schwere Gefäßschäden an den Augen und Demenz gehen auf das Konto von Bluthochdruck. Aber Bluthochdruck ist kein Schicksal. Mit einfachen Maßnahmen kann man die Krankheit leicht in den Griff bekommen – oft sogar ganz ohne Medikamente! Rund 400 000 Hypertoniker sterben jedes Jahr an den Folgen ihrer Erkrankung. Das Robert-Koch-Institut und das Statistische Bundesamt haben ermittelt, dass mit 45 Prozent fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung unter Bluthochdruck leidet, mehr als 35MillionenMenschen!Fatal: Mindestens zehn Millionen wissen nicht einmal etwas von ihrer Krankheit, obwohl sie eine tickende Zeitbombe in sich tragen.
Besonders besorgniserregend:
Jugend schützt nicht. Schon fünf bis sieben Prozent der Kinder und Jugendlichen haben zu hohe Werte! Je nach Körpergewicht besitzt jeder Mensch zwischen viereinhalb und sechs Liter Blut. Es wird unermüdlich von unserem Herzen in den Kreislauf gepumpt – je nach Tagesform und Belastung mit etwa 60 bis 120 Herzschlägen pro Minute. 
Der Druck, der entsteht, wenn unser Herz mit voller Kraft das Blut in die Arterien presst, wird als oberer oder „systolischer Wert“ bezeichnet. Der untere oder „diastolische Wert“ zeigt an, wie hoch der Druck in den Arterien noch ist, wenn sich die Herzklappen schließen. In diesem kurzen Augenblick wird kein Blut in den Kreislauf gepumpt, das Herz füllt sich dann gerade wieder mit frischem, Sauerstoff angereichertem Blut aus der Lunge. Der Blutdruck eines Menschen wird außerdem von der Elastizität und dem Widerstand der Adern bestimmt, die dem Druck ausgesetzt sind.
Bluthochdruck entsteht, wenn diese Adern dem Blutstrom und damit auch der Herzarbeit zu viel Widerstand entgegensetzen. Der für den Körper lebenswichtige Blutstrom muss dann mit erhöhtem Druck aufrechterhalten werden. 
Der ideale Blutdruckwert ist laut Hochdruckliga der Wert 120/80 mmHg (Blutdruckwird in Millimeter Quecksilbersäule gemessen). Entsteht ein permanent zu hoher Druck, sprechen Mediziner vom Bluthochdruck, und der kann viele Ursachen haben. „Bluthochdruck entwickelt sich meistens ab etwa 40 Jahren“, so Professor Dr. Joachim Hoyer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Nephrologie am Universitätsklinikum Marburg. Doch obwohl der Blutdruck in den westlichen Ländern mit zunehmendem Alter ansteigt, ist es nicht allein das Alter, sondern es sind die Lebensumstände, die den Druck in den Adern erzeugen.
Auf der Suche nach den Ursachen des Bluthochdrucks sind US-Forscher auf eine weitere Spur gestoßen – das Cytomegalie- Virus. Eine Infektion mit diesem Virus erhöht die Produktion von einigen Enzymen in der Niere, was bei bestimmten Personengruppen zu einem Bluthochdruck führen kann. 
Bluthochdruck ist ein stiller Killer:
Er kommt unsichtbar auf leisen Sohlen daher, tut nicht einmal weh. „Das Gefährlichste am Bluthochdruck ist, dass er keine Warnzeichen abgibt. Er schlägt plötzlich zu, wie ein Blitz vom Himmel. Häufig ist das erste Erkennen schon mit einem schwerwiegenden Ereignis verbunden, etwa einem Schlaganfall“, sagt Professor Hoyer. 
Wenn es überhaupt Anzeichen gibt, dann können Symptome wie Kopfschmerzen, Engegefühl in der Brust, Nasenbluten oder Herzstolpern auf eine eventuelle Erkrankung hindeuten. 
Empfehlung des Spezialisten: Nicht auf solche Anzeichen warten, sondern zu hohen Blutdruck durch regelmäßiges Blutdruckmessen früh erkennen. Dann lassen sich fatale Folgen verhindern. Wird Bluthochdruck nämlich nicht rechtzeitig behandelt, richtet er großen Schaden an. Und verkürzt das Leben. Doch laut einer Forsa-Umfrage kennen 40 Prozent der Deutschen nicht einmal ihre Blutdruckwerte. Die Hälfte der Deutschen ist der Meinung, leicht erhöhter Druck müsse nicht behandelt werden. Das kann schnell zu einem tödlichen Irrtum werden.
Für Risikopatienten wie Diabetiker, Menschen mit Herzkranzgefäß- oder Nierenerkrankungen gelten sogar geringere Werte als der Schwellenwert 140/90 mm Hg:
Ihre Blutdruckwerte sollten unter 130/85 liegen.
Professor Hoyer: „Aufgeräumt werden muss auch mit der alten Mär, dass bei alten Menschen der Blutdruck sehr viel höher sein darf. Die Rechnung 100 plus Lebensalter geht nicht auf!“ 
Hoyer spricht in diesem Zusammenhang von einer Bagatellisierung des Bluthochdrucks auf Seiten von Ärzten und Patienten.
Nur 19 Prozent der Allgemeinmediziner, 26 Prozent der Internisten und 37 Prozent der Kardiologen bestanden diesen Test. Die Folge: Trotz der inzwischen fast optimalen Medikamente ist laut Robert-Koch-Institut nur bei weniger als 20 Prozent der Betroffenen der Blutdruck gut eingestellt. 
Der Blutdruck ist wie ein Chamäleon. Sein Wert kann sich nach Tageszeit und Tagesform ändern. Er fällt im Schlaf ab und steigt aus unterschiedlichsten Gründen an: bei körperlicher Anstrengung, einem spannenden Krimi, bei manchen Menschen beim Autofahren, bei anderen bei einem Fußball- Tor im Fernsehen.
Professor Hoyer: „Das ist grundsätzlich völlig in Ordnung. Je flexibler die Werte, desto gesünder das Gefäßsystem. Denn wechselnde Werte belegen, dass die Blutgefäße noch hochelastisch sind und sich jeder Situation anpassen können!“ 
Aber was ist, wenn die Werte dauerhaft zu hoch sind?
Können wir unseren Blutdruck ein Leben lang im Griff haben?
„Ja, allerdings dauert es manchmal seine Zeit, bis das richtige Medikament gefunden ist, das gut anschlägt und auch gut vertragen wird“, sagt Professor Hoyer:
„Die Umstellung der Lebensgewohnheiten ist aber nach wie vor die wichtigste und erste therapeutische Maßnahme!“
Patienten mit leichtem Hochdruck können allein durch Ausdauer- Bewegung, die Vermeidung von Stress, den Verzicht auf Nikotin und zu viel Alkohol sowie Salz ihren Blutdruck normalisieren. Wer ein paar Pfunde zu viel auf die Waage bringt, sollte außerdem Übergewicht abbauen.


Link: EXPRESS.de
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Depressionen, Burn-out, Angststörungen – Psychische Probleme: Jeder dritte Österreicher betroffen

Über Herzinfarkte wird häufiger geredet als über Ängste. 
Dennoch steigt der Bedarf für psychiatrische Hilfe stetig.
Keine Angst: "Wenn jemand unter seinen Ängsten leidet, sollte er Hilfe aufsuchen", rät Fischer.
Keine Angst: "Wenn jemand unter seinen Ängsten leidet, sollte er Hilfe aufsuchen", rät Fischer. 
Bild: http://kurier.at/mmedia/medienpool/2012-09-03/191938_fe3.jpg
Depressionen, Burn-out, Angststörungen – die Zahl der Krankenstandstage wegen psychischer Erkrankungen hat sich österreichweit seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt (auf 2,6 Millionen im Jahr). Allein im Wiener Raum werden jährlich etwa 10.000 Menschen stationär behandelt, dazu gibt es rund 200.000 ambulante Kontakte.

Probleme werden heute häufiger erkannt und behandelt, erklärt Univ.-Prof. Peter Fischer vom Sozialmedizinischen Zentrum Ost – Donauspital: "Wenn jemand schlecht schläft, weil er ständig an die Arbeit denken muss und Appetitstörungen hat, nennt man das schon Krankheit?"

90 Prozent der Patienten, die wegen einer Depression zu ihm kommen, erfüllen nicht alle Kriterien, sondern befinden sich in einem Vorstadium. "Psychiatrische Krankheiten sind oft Schwellenkrankheiten. Das Syndrom der Depression ist etwa noch nicht ganz erfüllt, aber es gibt schon einzelne Symptome. Diese Patienten sind erst ab einer gewissen Schwere medikamentös zu behandeln. Vorher ist das Ziel, dem Patienten mithilfe von Psychotherapie zu helfen, ohne Medikamente zurecht zu kommen."

Dasselbe gilt etwa auch für Alkoholiker oder für Bulimiker: Schwere Bulimiker brauchen eine ganz andere Behandlung als etwa ein Mädchen, das ab und zu erbricht, weil es das Gefühl hat, zu viel gegessen zu haben.

Ab wann ist es ratsam, ärztliche Hilfe aufzusuchen? "Wenn man darunter leidet – das ist sehr individuell", erklärt Fischer. Es gebe für viele Störungen bereits Ambulanzen, die über das Internet leicht zu finden sind. Auch der praktische Arzt sei ein guter Ansprechpartner. "Es ist wichtig, dass dieser weiß, wie er Symptome einer Störung erkennt und wo er Betroffene hinschicken kann", plädiert Fischer für mehr Fortbildungen unter den praktischen Ärzten. Nicht zuletzt brauchen auch Angehörige Unterstützung: "Sie werden oft alleine gelassen und leiden häufig viel mehr, weil sie mit der Situation überfordert sind."

Tabu

Auch, wenn psychiatrische Störungen öffentlich immer öfter ein Thema sind: "Über einen Hexenschuss oder einen Herzinfarkt, die viel seltener vorkommen, wird viel mehr geredet. Das Thema Psychiatrie ist für viele noch immer ein Tabu – besonders am Land." Hilfreich bei der Entstigmatisierung sei dabei die Stationierung von psychiatrischen Ambulanzen in Spitälern. Auch die Frage der Finanzierung einer psychiatrischen Behandlung ist für viele oft eine Hemmschwelle. "Es gibt viele kostenfreie Anlaufstellen, wie etwa die Ambulanz des Psychosozialen Dienstes." (Beratung dazu gibt es auch am Tag der seelischen Gesundheit – Infos dazu siehe unten).

"Die niedergelassenen Ärzte sind leider häufig sehr stark ausgelastet und es gibt lange Wartezeiten – generell gibt es hier sicher mehr Bedarf." Generell plädiert Fischer dafür, dass Psychotherapie häufiger auf Krankenschein bezahlt wird, damit sozial Schwächere keinen Nachteil daraus haben, sich keinen privaten Therapeuten leisten zu können.

Nicht zuletzt sei Psychiatrie ein sehr "billiges Fach", meint Fischer:
"Ein Brustkrebs-Patient kostet mehr als meine ganze Station an einem Tag.
Da könnte ruhig mehr in die Psychiatrie investiert werden."


Info: Tag der seelischen Gesundheit

Programm Angeboten werden Vorträge, Beratung und Diskussionsrunden rund um das Thema Prävention und Behandlung von psychischen Erkrankungen – etwa Burn-out, Essstörungen, Missbrauch oder Sucht. Interessierte können Lachyoga, ein Genuss- oder ein Gedächtnistraining ausprobieren.

Veranstaltung Tag der Seelischen Gesundheit, Mittwoch, 5. 9., 10 bis 19 Uhr, Wr. Rathaus, Festsaal, Eingang Lichtenfelsgasse. Freier Eintritt. Veranstalter sind der Wiener Krankenanstaltenverbund und die Psychosozialen Dienste Wien (PSD).
Programm und detaillierte Infos unter www.wienkav.at

LINK: KURIER
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Sonntag, 2. September 2012

STRESS PRÄVENTION : PRIORITÄTEN SETZEN

Viele Verantwortliche der Kongressorganisation sind rund um die Uhr erreichbar und schuften auch nach Feierabend oder am Wochenende. 

Tagsüber werden sie ständig gestört - von Meetings, Mails, Kollegen oder Kunden, die sofort bedient werden wollen.
In ihrem Job gilt daher besonders, klare Prioritäten zu setzen und sich auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren, bevor dieses zugleich dringend wird und Zeitdruck, also Stress, auslöst. 

Das Beste ist, man arbeitet konsequent nach Prioritätenlisten, denn dringlich ist im Grunde genommen alles: Einer schreit immer.
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"BURNOUT!!" : Arbeit und Beruf im Spannungsbogen zwischen “Lust am Schaffen” und “Burnout”


Schlechte Noten für Chefs und Führungskräfte 
in Bezug auf Anerkennung und Identifikation 
bei ihren Mitarbeitern

In der heutigen, sogenannten “modernen” Arbeitswelt wird die Schere zwischen “Leistungen erbringen” und “Erfolg erleben” immer größer. 

Im Zuge der zunehmenden mobilen Geräte werden eMails von Führungskräften mittlerweile “fast überall” und immer seltener am Arbeitsplatz bearbeitet. Die permanente Erreichbarkeit ist irreal, wird aber als normal betrachtet. Die zunehmende Globalisierung, der wachsende Kosten- und/oder Konkurrenzdruck tun ihr Übriges und die Konzentration auf die Aufgabe, das Ziel, das Projekt, die Zahlen usw. vernachlässigen immer mehr das wirklich Wichtige, den Menschen! Man vernachlässigt sich oder die Wertschätzung seiner Mitarbeiter, nicht selten Beides. Hier sind Chefs und Führungskräfte in der Verantwortung – eigentlich schon immer, aber mit zunehmend katastrophalen Ergebnissen.

Chefs und Führungskräfte achten nicht (mehr) auf “Alarmsignale” der Mitarbeiter
Gallup und andere Beratungsunternehmen belegen seit Jahren, dass es in deutschen Unternehmen eher schlecht um die Themen Motivation und Begeisterung bestellt ist. Auch wenn ca. 90% der deutschen Arbeitnehmer zufrieden mit ihrer Arbeit sind und mehr als die Hälfte sich auch angemessen entlohnt fühlen.

Diese “Zufriedenheit” steht im krassen Gegensatz zur erlebten “Arbeitsfreude” und der messbaren Kritik in Bezug auf Anerkennung und Identifikation. 
Zwei Drittel der Arbeitnehmer machen mittlerweile Dienst nach Vorschrift und bereits mehr als jeder Fünfte (23%) hat innerlich gekündigt.

Es sind nur noch 14% der Arbeitnehmer, die über eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber verfügen und bereit sind, sich freiwillig für dessen Ziele einzusetzen (vgl. “Engagement-Index” Gallup 2011).

Burnout ist der derzeit am meisten gegoogelte medizinische Fachbegriff. 
Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass sich die Produktivität von Unternehmen durch entsprechende Maßnahmen zur Steigerung der emotionalen Mitarbeiterbindung nachweisbar und erheblich verbessern lässt.

“Doch genau hier mangelt es in deutschen Chef- und Führungsetagen”, beklagt Motivator & Trainer Stephan Ehlers aus München. “Häufig ist es der direkte Vorgesetzte, der für eine geringe Bindung der Mitarbeiter zum Unternehmen sorgt. 
Das alles lässt sich seit Jahren messen und wird auch veröffentlicht, aber wirklich grundlegend ändern tut sich nichts. Im Gegenteil: die Werte werden jedes Jahr schlechter”, meint Ehlers. 
Seit 1995 ist Stephan Ehlers bundesweit als Motivator, Speaker und Trainer unterwegs und hilft Führungskräften und Entscheidern mit Vorträgen, Workshops und originellen Eventformaten die Themen “Motivation”, “Arbeitsfreude”, “Führung” voran zu bringen. In einer Welt ohne großen Zukunftsoptimismus macht er Mut und vermittelt die Einstellung, den Umständen etwas Positives abzugewinnen. 

Sein Terminkalender ist insbesondere im Herbst immer gut gefüllt. Es kommt schon mal vor, dass Ehlers an einem Tag in zwei Städten einen Vortrag hält. Zu seinen Lieblingsthemen gehört “Faszination Gehirn”, “Motivation”, “Unsicherheit/Veränderung” (Videos siehehttp://youtube.de/user/jonglator“). 

Nachfolgend einer Übersicht seiner öffentlichen Vorträge und Workshops:
Faszination Gehirn
(Motivation, Begeisterung & Erfolg) für Unternehmer
18.09.2012 – 19:00 Uhr – München – Teilnahme kostenfrei
BDS-Haus, Schwanthaler Str. 110, 80331 München

Motivation & Führung
19.09.2012 – Gastvortrag bei AMC, Bonn-Bad Godesberg (nicht öffentlich)
Kugelrunde Ideen für Tagungen & Events
20.09.2012 – 12:15 Uhr – Teilnahme für Messebesucher kostenfrei
MEETINGPLACE – Rhein-Main-Hallen, Wiesbaden, Praxisforum 2
Kostenfreie Tagestickets im Wert von 20 EUR anfordern: www.fql.de/kontakt.html

Messe Zukunft Personal
25.9.-27.9.2012 – Messe Köln – Halle 11.3 / S 54

Stephan Ehlers ist seit Jahren Aussteller auf Europas größter Fachmesse für das Personalwesen
Kostenfreie Tagestickets im Wert von 65 EUR anfordern: www.fql.de/kontakt.html
Faszination Motivation – Vom Selbstzweifler zum selbstbewussten Macher
30.9.2012 – Gastvortrag bei IGA Optic, Datteln (nicht öffentlich)


Empfehlung von Business Doctors: www.Business-doctors.at
Franz Daublebsky, Business Doctors

Deutsch: Buch link:
 "Don't Panic: Du bist nicht allein"
http://stress-burnout-dont-panic.blogspot.com/

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Diese Seite enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten: email: office@business-doctors.at 

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STRESS & BURNOUT PRÄVENTION : TIPPS 22 - 23


Den eigenen Rhythmus finden
Machen Sie regelmäßig jede Stunde eine kurze Pause. Fünf Minuten wirken bereits regenerierend auf Körper und Psyche. Teilen Sie sich ihren Arbeitstag so ein, dass Sie zumindest eine zwanzigminütige Pause haben, in der sie den Arbeitsplatz verlassen können. Nützen Sie diese Zeit für Entspannungsübungen oder einen kurzen Spaziergang. Je öfter Sie Ihren Arbeitsalltag auf diese Weise unterbrechen, desto besser können Sie vorzeitiger Übermüdung und unerwünschtem Leistungsabfall vorbeugen. Die Stressbelastung wird gleichsam in Kurven in einem ausgewogenen Rhythmus verteilt und kann dadurch beträchtlich reduziert werden.
Überforderung vorbeugen
Sorgen Sie dafür, dass Sie mit neuen beruflichen Inhalten nicht „überfahren“ werden und klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber, dass eine Änderung Ihrer bisherigen Arbeitstätigkeit nur mit entsprechender Vorinformation, einem ausreichenden zeitlichen Vorlauf und adäquater Unterstützung (Umschulung, Einführung durch Arbeitskollegen, etc.) erfolgen kann.


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Samstag, 25. August 2012

STRESS & BURNOUT PREVENTION: TIPPS 19 - 20 - 21


19) Inneren negativen Dialog durchbrechen
Stopp! Bringen Sie den Kreislauf aus negativen Gedanken und Selbstvorwürfen zum Stillstand. Sagen Sie Nein zu dieser negativen Gedankenspirale.
20) Optimistisch sein
Begegnen Sie den Herausforderungen des Alltags optimistisch. Sie werden sehen, vieles in ihrem Leben wird einfacher werden.
21) Schaffen Sie sich Ihren Lieblingsort
Mit Hilfe Ihres Lieblingsorts kreieren Sie Ihre ganz persönliche Kraftquelle. Ihr imaginärer Ort kann sich überall befinden, wichtig ist nur, dass er sicher, friedvoll und bequem ist. Statten Sie Ihren Lieblingsort mit möglichst vielen sinnlichen Einzelheiten aus: Wenn Ihr Lieblingsort an einem Wasserfalls ist, dann denken Sie zum Beispiel an das beruhigende Rauschen des glasklaren Wassers, an die reine und kühle Luft an dieser schattigen Stelle, etc. Was riechen Sie? Was hören Sie? Wie fühlt es sich an? Denken Sie sich intensiv in die jeweilige Situation hinein und sagen Sie sich eine Bestärkung wie: „Hier kann ich entspannen“ oder „Das ist mein LIeblingsort“. Sie werden sehen, ein Gefühl der Ruhe und Entspannung wird sich einstellen. Erinnern Sie sich daran, dass Sie diesen von Ihnen geschaffenen Lieblingsort jederzeit wieder betreten können.


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Dienstag, 21. August 2012

STRESS, RESILIENCE & EMOTIONAL INTELLIGENCE

We can’t always change our environment, but we can develop mastery in how we respond.
It’s difficult to remember when a world this chaotic touched our lives. Globalization, technology and social-political challenges serve to accelerate our fast-paced, changing environment. Initiatives focused on getting people, processes, and systems working faster and more efficiently have exacerbated the problem, diminishing the hoped-for improvements. To respond and thrive, we need to build resilience and agility to deal with the emotional roller coaster and pressure, to direct more energy into performing effectively, to innovating and creating, and to connecting and collaborating. Succeeding will depend on embracing change and enhancing our leadership skills.
Resilience
Resilience is “the skill and capacity to be robust under conditions of enormous stress and change. More than education, experience, and training, a person’s level of resilience will determine who succeeds and who fails.1”
A lack of resilience means that you lack the ability to recover quickly and easily from adversity, depression, misfortune, frustration, anger, etc. If you aren’t as resilient as you would like to be, you can develop skills to become more resilient. And those skills can keep you functioning physically and mentally and emotionally.
Stress
Stress is the commonly used term that describes a negative concept that can have an impact on one’s mental and physical well-being. Stress is the result of negative emotions and beliefs that occur when a person feels unable to deal with his or her environment. Let me repeat that — Stress is the result of negative emotions and beliefs that occur when a person feels unable to deal with his or her environment. According to the American Institute of Stress, 75-90% of all doctor visits are for stress-related issues. 2
Stress has been identified as a significant contributing factor to or cause of many health problems, some of which include…
    • Headaches, dizziness, ADD/ADHD, anxiety, irritability & anger, panic disorders
    • Increased heart rate, strokes, heart disease, hypertension, type I Diabetes, Arrhythmias
    • Digestive disorders, upset stomach, abdominal pain, irritable bowel syndrome
    • Weight gain and obesity, decreased sex drive
    • Insomnia, emotional & behavioral problems, immune system dysfunction, asthma, ulcers, lack of energy, depression, nervousness, paranoia
    • Muscle tension, Fibromyalgia, complex regional pain syndrome
    • Alcoholism, suicide, drug addiction, tobacco addiction & other harmful behaviors

Emotional Intelligence Skills
Emotional Intelligence is a person’s ability to acquire and apply knowledge from his or her emotions and the emotions of others in order to make good decisions about what to say or do (or not say or do). Emotional Intelligence is not about being soft! It is a different way of being smart — having the skill to use emotions to help make choices in-the-moment and have more effective control over yourself and your impact on others.
Emotional Intelligence is comprised of five basic competencies:
    1. Emotional Self-Awareness – knowing what you’re feeling.
    2. Emotional Self-Management – managing your feelings, especially distressing feelings.  Being able to choose your emotions or transform out of negative ones.
    3. Emotional Self-Motivation – being able to call-up and experience positive emotions.
    4. Empathy – the ability to put yourself in some one else’s shoes, feel what they are feeling, and to see the situation from their point-of-view.
    5. Nurturing Relationships – The ability to set a positive tone of cooperation even when things are not going well.

The concept of Emotional Intelligence is based on brain research showing that these skills are different from technical and purely cognitive abilities because they involve a different part of the brain — the emotional center, the limbic system, rather than the neocortex (“thinking brain”).
Benefits of Developing Emotional Intelligence Skills
There are a wide variety of benefits that accrue to individuals when they learn and practice techniques to enhance their Emotional Intelligence skills — they are able to…
  • Control emotional reactiveness
  • Reduce stress and worry
  • Improve mental clarity
  • Increase personal productivity
  • Increase motivation
  • Improve self-confidence
  • Increase personal creativity
  • Increase change flexibility
  • Improve work/life balance

  • Improve understanding of others
  • Listen more, talk less
  • Manage relationships effectively
  • Influence others effectively
  • Resolve conflicts constructively
  • Improve team morale/motivation
  • Improve teamwork
  • Improve team-to-team cooperation
There are also a wide variety of benefits that the organization can realize. When their people have enhanced Emotional Intelligence skills, organizations can…
  • Develop leaders
  • Attract talent
  • Improve employee satisfaction & engagement
  • Improve customer satisfaction &
    loyalty

  • Increase creativity and innovation
  • Improve culture and climate
  • Improve retention; reduce turnover
  • Improve change implementation
  • Reduce healthcare costs
  • Increase the bottom line
1. Diane L. Coutu, “How Resilience Works,” Harvard Business Review, May 2002.
2. The American Institute of Stress, http://www.stress.org/Stress.htm
Thanks to EMOTIONAL INTELLIGENCE BLOG (Link)
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